Kräuter erleben in unseren Gärten derzeit eine Renaissance. In Terrakotta-Gefäße gepflanzt, bringen sie mediterranes Flair auf Terrassen und Balkone, aber auch schon auf der kleinsten Fensterbank finden ein paar Töpfe mit aromatischen Küchenkräutern Platz. Im Garten wachsen Kräuter und Gewürze heute modern im 3D-Beet: Hier bietet eine Kräuterschnecke/-spirale für eine Vielzahl verschiedener Arten standortgerechte Wachstumsbedingungen. Einen weiteren Vorteil bietet die Kräuterspirale: Je nach Bauart benötigt sie keinen Kontakt zum gewachsenen Boden und kann sowohl versiegelte Innenhöfe wie Dachgärten zieren.

Früher waren Gewürzpflanzen fester Bestandteil eines jeden Gartens. Das Wissen um ihre Heilwirkung wurde anfangs in Klostergärten gepflegt, aus denen sich dann die traditionellen Bauerngärten entwickelten. Heute hat ihr kulinarischer Wert für uns größere Bedeutung.

Kräuterspirale © GartenAkademie.comMediterrane Kräuter für trockene Böden – dazu zählen Oregano, Rosmarin, Borretsch, Salbei  und Thymian – bevorzugen warme und sonnige Plätze. Sie fühlen sich auf Trockenmauern, Schotterterrassen oder in Steingärten so richtig wohl und bilden in der sommerlichen Hitze ätherische Öle aus, die für volles Aroma in ihren Blättern sorgen. In der Kräuterspirale bekommen sie ganz oben einen Platz an der Sonne. Auch Lorbeer, ein mediterranes Hartlaubgehölz, bevorzugt warme Plätze, zum Beispiel auf einer südseitig gelegenen Terrasse. Den Winter verbringt er dann allerdings lieber – gemeinsam mit anderen immergrünen Kübelpflanzen – in einem hellen, frostfreien Raum.
Normaler Gartenboden – in der Kräuterschnecke der mittlere Teil –  eignet sich für Bohnenkraut, Lavendel, Basilikum, Rucola, Estragon, Kümmel, Koriander, Ysop und Kapuzinerkresse.
Wer feuchten Boden anbietet, hat in Kerbel, Petersilie, Dill, Zitronenmelisse, Fenchel, Liebstöckel, Minze und Schnittlauch die richtigen Bewohner gefunden. In einer Kräuterschnecke ist diesen Pflanzen das untere Drittel gewidmet. Wer am tiefsten Punkt des 3D-Kräuterbeets dann noch einen kleinen Tümpel integriert, kann den durstigen Singvögeln damit im Sommer eine naturnahe Vogeltränke zur Verfügung stellen und dort Brunnenkresse kultivieren.