Im Gemüsebeet ist es auch nicht anders, als in so manchen menschlichen Wohngemeinschaften. Da gibt es Nachbarn, die einander mögen, helfen und von einander profitieren, und andere, die ihrer Umgebung immer wieder Probleme bereiten …

Richtig umgesetzt, nützt Mischkultur die Potenziale der einzelnen Arten, ihre Wirkung auf die „Umwelt“ und auf den Boden. 

Wir Mischkultur angewendet, so säen, pflanzen, kultivieren und ernten Sie zur gleichen Zeit Gemüsearten mit verschiedener Reifezeit und unterschiedlichen Nährstoffbedürfnissen.

Für den Boden hat das den Vorteil, dass er durch Flach- und Tiefwurzler besser durchwurzelt wird. Die nebeneinander gepflanzten Stark-, Mittel- und Schwachzehrer nützen vorhandene Nährstoffreserven optimal aus.

So wirken Pflanzen auf ihre Nachbarn und Umgebung

  • Salat hält Erdflöhe von Kohlrabi fern.
  • Der Geruch von Sellerie vertreibt den Kohlweißling vom Karfiol.
  • Knoblauch schützt seine Gemüse-Nachbarn vor Pilzkrankheiten.
  • Karotten bewahren Porree vor der Lauchmotte.

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Gute, neutrale und schlechte Partner im Gemüsebeet.

Kräuter und Zierpflanzen als Helfer im Gemüsegarten

  • Ringelblumen (Calendula) wehren Nematoden (Fadenwürmer) ab und fördern auf diese Art Wurzel- und Knollengemüse, wie z. B. Kartoffeln.
  • Gegen den Kohlweißling helfen die stark duftenden Arten von Lavendel, Salbei und Thymian
  • Dill stärkt Gurken Kohlgewächse, Karotten, Rote Rüben
  • Studentenblumen (Tagetes) töten durch ihre Wurzelausscheidungen Nematoden ab. Ihr Duft kann Kohlschädlinge und Weiße Fliege abhalten.
  • Kapuzinerkresse lockt Läuse von ihren Nachbarpflanzen weg
  • Wermut hilft Johannisbeeren, sich gegen Säulenrost durchzusetzen.
Mischkultur © Reginal/Pixabay.com

Wer sein Gemüse liebt, nützt die kalte Jahreszeit für eine gründliche Planung des Gartenjahrs. Einfache Skizzen der Fruchtfolge in der Beet-Bepflanzung helfen, den Überblick nicht zu verlieren und „Fehlpaarungen“ zu vermeiden. 

Mischkultur ist aber nicht nur dann von Vorteil, wenn Sie einen Gemüsegarten im klassischen Stil anlegen – auch im Kleinen, z. B. auf einem Hochbeet, hilft diese Kulturform, Schädlinge fernzuhalten und den Boden vor einseitiger Belastung zu schützen.