Mit Ostern, dem christlichen Fest der Auferstehung, begrüßen wir alljährlich auch die wieder erwachte Natur. Und die zeigt sich gerade jetzt mit ihrer großen Vielfalt. Primeln, Tulpen, Hyazinthen und Veilchen blühen mit Schneeball, Kirsche, Mandel und Kornelkirsche um die Wette. Die Forsythie – auch „Osterstrauch“ genannt, und ihre gelbblütigen Freunde, die „Osterglocken“ oder Narzissen, „läuten“ das festliche Ende der Fastenzeit ein.

Symbolisches zur Osterzeit

Doch die Natur bietet uns noch mehr an österlichen Symbolen – das wichtigste davon ist das Osterei. Das Ei gilt im Christentum und vielen anderen Religionen als Symbol des Lebens und der Wiedergeburt. Manche Bräuche um das Osterei werden auf uralte heidnische Fruchtbarkeitsriten zurückgeführt. Am Gründonnerstag gelegte Eier sollen besondere Kräfte besitzen und gelten als heilbringend. Sie werden an diesem Tag gefärbt und zu Ostern verschenkt. Rote Eier sind Symbol für das vergossene Blut Christi und für die Liebe. Ein rotes Ei geschenkt zu bekommen, soll langes Leben verheißen. Eier, die man einander nach der Osternacht schenkt, sind Zeichen der Freundschaft.

Selbstverständlich gehört auch der Osterhase zu den wichtigen Ostersymbolen – und das nicht nur für unsere Kinder. Als traditionelles Fruchtbarkeitssymbol wurde er schon 1682 in Deutschland erwähnt. Damals war es in Oberdeutschland, in der Pfalz und im Elsass die Aufgabe des Osterhasen, Ostereier im Gebüsch zu verstecken, die am Ostermorgen von Kindern und Erwachsenen gesucht wurden. Aus dem Mittelalter sind Darstellungen von Hasen als Auferstehungssymbole bekannt.

Der Ostertisch

Der festliche Ostertisch wird traditionell frühlingshaft dekoriert. Beliebte Accessoires auf dem Tisch sind – neben Ostereiern – kleine gewundene Kränze aus Weiden, Birkenzweigen oder frischen Kräutern wie Lavendel und Thymian, dekoriert mit bunten Bändern, Schleifen und Federn. Ein geschmückter Kranz aus Buchs, einem Symbol für Ewiges Leben, begrüßt Gäste bei ihrem Osterbesuch schon an der Haustür.