Hippeastrum-Hybriden © GartenAkademie.comÜblicherweise steht der Weihnachtsstern auf Platz 1 der Weihnachtspflanzen. Doch auch andere prächtige Blütenpflanzen verdienen in der Advent- und Weihnachtszeit unsere Aufmerksamkeit. Schon deshalb, weil der Weihnachtsstern in der Vorweihnachtshektik viel Aufmerksamkeit, Pflege und Geduld braucht. Da sind Ritterstern und Weihnachtskaktus genügsamer und einfacher handzuhaben. Sie verzeihen kleine Pflegefehler eher, als der „Star der Adventzeit” …

 

Ritterstern, Amaryllis (Hippeastrum-Hybriden)

Dass aus einer kleinen, unauffälligen grünen Spitze, die sich anfangs nur zaghaft aus einer großen Zwiebel wagt, beachtliche Pracht entwickeln kann, zeigt uns jetzt zur Weihnachtszeit der Ritterstern. Die Pflanze, die oft auch fälschlich als „Amaryllis” bezeichnet wird, stammt ursprünglich aus trockenen Gebieten Südamerika. Die echte „Amaryllis” (Amaryllis belladonna) ist eine entfernte Verwandte des Rittersterns, gehört aber zur gleichen Pflanzenfamilie.

Jene Ritterstern-Pflanzen, die in der Adventszeit von Gärtnern und Floristen angeboten werden, sind mehrblütige Hippeastrum-Hybriden mit kräftigen Blütenfarben. Normale Zwiebelgrößen bringen einen, „Riesenzwiebeln” sogar zwei oder mehrere Blütenschäfte mit je zwei bis vier Blüten hervor.

Pflege

Stellen Sie den Topf mit der angetriebenen Zwiebel an einem hellen und warmen Ort auf (mind. 18 °C). Lassen Sie die Erde nicht ganz austrocknen, zur Blütenbildung benötigt die Pflanze reichlich Wasser, es darf sich aber keine Staunässe bilden.

Düngen Sie während der Blütezeit jede zweite Woche 0,2 %ig.

Tipp: Einen besonders festlichen Anblick bietet Ihr Ritterstern, wenn Sie die Topfoberfläche mit einigen Koniferenzweigen und weihnachtlichen Accessoires dekorieren.

 

Weihnachtskaktus (Schlumbergera-Hybriden)

Über Monate führt der aus Brasilien stammende Weihnachtskaktus (Schlumbergera-Hybriden) ein eher unauffälliges Dasein. Er gehört zu den sogenannten „Blattkakteen” mit grünen, flachen, blattartig segmentierten Trieben. Im Winter, wenn man am wenigsten damit rechnet, bilden sich an deren Triebspitzen farbenfrohe Blüten in rot, orange, pink, rosa, gelb oder weiß. Im Gegensatz zu seinen Familienmitgliedern bildet der Weihnachtskaktus entweder nur borstenartige oder gar keine Dornen, wird seinen Bewunderern also kaum gefährlich.

Pflege

Mit einem Weihnachtskaktus haben Sie sich ein genügsames Wesen ins Haus geholt. Den Winter verbringt es gerne in einem kühlen, frostfreien Raum. Um die Blütenpracht auch bewundern zu können, wäre ein Wintergarten der ideale Aufenthaltsort. Gießen Sie während der Wachstumszeit – nach der Blüte – am besten mit Regenwasser. Gedüngt wird in der Wachstumszeit 1 x pro Monat 0,1 %ig.

Tipp: Um verlässlich zu blühen, benötigen Weihnachtskakteen eine Ruhezeit: drei Monate vor dem gewünschten Blühtermin sollten sie trocken und kühl stehen bei max. 12–15 °C.