Dichernarzisse © GartenAkademie.com
Floristik & Symbolik,  Stauden & Blumenzwiebeln

Narzissenpracht – Frühling erwacht!

Können Sie sich einen Frühling ohne Narzissen vorstellen? Meist noch im Januar ziehen mit den mehrblütigen, gelben Topf-Narzissen der Sorte „Tête à Tête” die ersten fröhlichen Frühlingsboten in unsere Wohnungen ein. Bis Mai folgen ihnen unzählige Verwandte – in der Frühlingsbepflanzung am Fensterbrett, im Frühlingsstrauß, als Osterdekoration oder als gelbes Trompeten-Meer im Garten. 

Gefüllte Narzisse © GartenAkademie.com
Trompetennarzisse  © GartenAkademie.com
Narzissus ‘Tête à Tête’ © GartenAkademie.com
Narcissus ‘Tête à Tête’ vorne, im Hintergrund kleinkronige Narzissen © GartenAkademie.com
Narcissus © GartenAkademie.com
Dichernarzisse © GartenAkademie.com

Die ursprüngliche Heimat der Narzisse oder Osterglocke (Narcissus pseudonarcissus) liegt in Südwesteuropa und Nordwestafrika.

Eine Bedeutung in der mitteleuropäischen Gartenkunst haben Narzissen seit der sogenannten „orientalischen Phase” von 1560 bis 1620. Damals kamen sie gemeinsam mit Tulpen und Hyazinthen zu uns. Seither hat sich viel getan. Botaniker und Gärtner haben ihre Vorzüge erkannt und mit ihrer Züchtungsarbeit viele neue, dekorative Sorten erzielt. Schätzungen besagen, dass es heute mehr als 24.000 Kulturformen der Narzisse gibt. Im Spätwinter und Frühjahr gehören Narzissen zu den beliebtesten Frühlingsboten.

Botaniker, Gärtner und Narzissen-Enthusiasten teilen die Arten, Sorten und Wildformen akribisch in zwölf Klassen ein. Als Merkmale für die Klassifizierung gelten u. a. hier die Anzahl der Blütenkronblätter, die Länge der Nebenkrone, Blütezeit …
Meist noch im Januar ziehen mit den mehrblütigen, gelben Topf-Narzissen der Sorte „Tête à Tête“ die ersten Frühlingsboten in unsere Wohnungen ein. Sehr bekannt sind die „Trompeten-Narzissen“ – dazu gehören die klassischen Osterglocken mit ihrer langen, trompetenförmigen Nebenkrone. Der bei uns heimischen Wildform der „Dichternarzisse“ (Narcissus poeticus) verdanken wir nicht nur verführerisch duftende Frühlingswiesen – vor allem im Ausseerland –, sondern auch das alljährliche Narzissenfest, wo Tausende der zierlichen Blüten künstlerisch zu Figuren arrangiert werden und Boote schmücken.


Narzissen in der Vase

Narzissen scheiden einen schleimigen Pflanzensaft aus, der die Leitungsbahnen von Schnittblumen verstopfen kann. Lassen Sie daher frisch angeschnittene Stiele unter fließendem Wasser „ausbluten”, bevor Sie die Blüten in eine Vase stecken.

Für Narzissen in gemischten Frühlingssträußen gilt eine Ausnahme: Schneiden Sie nur die Stängel der anderen Blumen an. Die Narzissen wurden schon im Blumengeschäft ausreichend versorgt und sollen vor dem Einwässern nicht frisch angeschnitten werden.


Vorsicht: Alle Narzissen sind giftig!

Der Kontakt mit ihrem Pflanzensaft kann bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen führen. Waschen Sie sich nach der Arbeit mit Narzissen gut die Hände und reinigen Sie Werkzeug wie Blumenmesser und Gartenschere.
Berichten zufolge können Narzissenzwiebeln von unerfahrenen Personen mit Küchenzwiebeln verwechselt werden. Lassen Sie also die Narzissen im Garten und verwenden Sie Blumenzwiebeln nicht in Kombination mit Küchenzwiebeln.

Der Giftgehalt hat aber durchaus seine „guten Seite“ – Wühlmäuse halten von Narzissenzwiebeln lieber Abstand. Tulpen schmecken besser …

 

Weiterführende Informationen:

Narzissen in der Blumensprache
Narzissen auf Wikipedia