Moorbeetpflanzen bevorzugen humose, gut durchlässige Böden mit saurem pH-Wert von 4 bis 4,5.

Die Standortbezeichnung „Moorbeet” ist zum Leidwesen ihrer Bewohner sehr ungünstig gewählt und hat schon viele Moorbeetpflanzen das Leben gekostet. Unter einem „Moor” verstehen wir ja einen feuchten bis nassen Landschaftsteil. Derart nasse Standorte wären aber für unsere Moorbeetpflanzen absolut nicht geeignet, denn durch Staunässe im Wurzelbereich entsteht Sauerstoffmangel, der auf Dauer zum Absterben der Pflanze führt. Das Wasser füllt die Hohlräume in der Erde auf und verdrängt auf diese Weise die Luft, die für die Atmung der Wurzeln nötig ist. Wie andere Pflanzen sollten also auch Moorbeetpflanzen lediglich gut mit Feuchtigkeit versorgt werden, aber nie wirklich „im Wasser stehen”. Verwenden Sie zum Gießen gesammeltes Regenwasser, um den pH-Wert des Bodens nicht durch kalkhaltiges Leitungswasser zu erhöhen.

Die Bezeichnung „Moorbeet“ bezieht sich eher auf den in Mooren anzutreffenden, niedrigen pH-Wert.

Wichtige Vertreter dieser Gruppe sind die meisten Rhododendren-Arten (Rhododendron sp.), Azaleen (Rhododendron-Simsii-Cultivars) und Hortensien (Hydrangea macrophylla). Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen – zum Beispiel die in den Kalkalpen beheimatete Bewimperte Alpenrose (Rhododendron hirsutum).