Als skandalös bezeichnete die Presse im Jahr 2008 das, was Fiona Swarovski da in einem Interview vorschlug: „Wenn man Platz auf der Terrasse hat, sich seine Gemüse und seinen Salat und seine Tomaten, sich selber auf der Terrasse wachsen lassen.“ (Ich verkneife mir an dieser Stelle jeglichen Kommentar – wozu auch immer …)

Doch, ist das wirklich so abwegig? Die Kritik beruhte überwiegend auf dem Begriff „Terrasse“ – schließlich kann und will sich ja nicht jede(r) eine Terrasse oder einen Balkon leisten – schon gar nicht jene Menschen, die zu arm sind, um Gemüse und Obst am Markt zu kaufen. Was, wenn das alt bewährte Fensterkistchen Terrasse und Balkon ersetzt? Ob das funktioniert?

Seit einigen Jahren beobachte ich eine Wohnung in Wien-Meidling, deren Bewohner Fiona Swarovskis Vorschlag nahezu perfekt in die Tat umsetzen. Doch die Terrasse brauchen sie nicht. Hier grünt und blüht es an jedem Fenster. Auf der Westseite können von Hochstämmchen Stachelbeeren geerntet werden, sie wachsen neben einem kleinen Apfelbaum, der auch fleißig Früchte trägt. Gemüse und Kräuter wie Lavendel bilden den dichten Unterwuchs. Daneben – das Fenster bietet kaum noch Durchblick, aber kleinen und großen Naschkatzen Rote Johannisbeeren in Hülle und Fülle.

Das nächste Fenster liegt in südwestlicher Richtung, es gehört den Schlinggehölzen. Der Kiwi ist schon länger hier, er hat inzwischen die gesamte Fläche bis zum Nachbar-Fenster für sich erobert. Etwas zaghafter entwickelt sich die Weinrebe, aber das wir schon noch …
In Südlage gibt es auch ein Plätzchen am Fenster – es gehört einem Mini-Kirschbaum. Auch bei diesem Arrangement bilden Kräuter wie Schnittlauch die bodennahe Begleitung.

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Für Ihren eigenen Obstgarten am Fenster oder auf der Terrasse gibt es in manchen Baumschulen so „Zwergobstbäumchen“.
Reich tragende Sorten wurden auf schwach wachsende Unterlagen veredelt. Die Pflanzen erreichen eine Maximalhöhe von 120 bis 150 cm. Durch zusätzlichen Schnitt können sie in der gewünschten Höhe gehalten werden.
Selbstverständlich benötigen diese kleinen Gehölze eine besonders sorgsame Pflege. Wir empfehlen organische „Düngemittel“ wie Kompost, Bokashi, Terra Preta, Schafwoll-Pellets und Kompost-Tee.

Und Zwerg-Obstgehölze erhalten Sie in der Baumschule Ihres Vertrauens sowie bei zertifizierten Versand-Baumschulen.

Woher nehmen?

Ein sehr interessantes Angebot an Zwerg-Obstgehölzen hat Best4Garden aus Großbritannien. Sie bieten Zweigbäume bekannter Sorten wie ‘Elstar’, ‘Braeburn’, ‘Golden Delicious’, diverse Birnen, Pflaumen und Mirabellen an.

Wer es lieber am europäischen Festland probiert, findet ein bewährtes Sortiment bei Häberli-Beeren und Obstzwerge®.

 

Für all jene, die sich nur noch dunkel an das Interview mit Fiona Swarovski erinnern können – hier das Video dazu: