Die beste Zeit, eine Naschhecke anzulegen oder Beeren auf die Terrasse zu holen, ist im Frühjahr  Strahlender Sonnenschein lockt ins Freie und die heimischen Baumschulen und Gärtnereien bieten ein überwältigendes Sortiment an Obstgehölzen in Containern, die das ganze Jahr über gepflanzt werden können. Durch die meist frühe Blüte leisten Beerensträucher einen wesentlichen, ökologischen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Sie dienen Bienen und anderen Insekten als wichtige Nahrungsquelle, Vögel, Igel und andere Tiere freuen sich über das willkommene Versteck oder den wertvollen Brutplatz.

Holunder

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Die Beeren des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) eignen sich für die Herstellung von Säften, Gelees und Marmeladen. Zudem ist er eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und Vögel. Gärtner empfehlen gern die Holunder-Sorte ‘Haschberg’, sie gilt als besonders ertragreich.

Apfelbeere

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In den vergangenen Jahren erlebt die Apfelbeere (Aronia melanocarpa) einen deutlichen Aufschwung. Diese Beerensträucher sind sehr anspruchslos, gut winterhart und begeistern zusätzlich zum Blüten- und Fruchtschmuck mit leuchtend roter Herbstfärbung. Die violett-schwarzen Früchte schmecken säuerlich-herb und werden bis in den Oktober geerntet. Aronia-Beeren sind reich an Vitaminen – sie können in Frischsaft, Sirup oder Marmelade verwendet werden, ergeben aber auch getrocknet einen gesunden Wildobst-Snack.

Johannisbeere

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Beerensträucher pflanzen Sie am besten im Garten aus, vielleicht gestalten Sie mit mehreren Arten eine Naschhecke. Kleinwüchsige Pflanzen zieren City-Gärten idealerweise im Topf oder Kübel. Hierfür eignen sich die flachwurzelnden Arten der Gattung Ribes: Johannisbeeren, Ribisel und Stachelbeeren besonders gut.

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Ob Johannisbeeren in schwarz, rot, weiß oder als Stachelbeeren, Ribes hat uns viel zu bieten. Die Sträucher werden 1–2 Meter hoch, m auch im Kübel einen guten Ertrag zu erzielen, werden die Pflanzen mit speziellem Beerenobst-Dünger versorgt und erhalten einen sonnigen, geschützten Platz. Ihr Gärtner berät Sie gern über die fachgerechte Pflege und den Schnitt.

Brombeere

Wer Brombeeren (Rubus fruticosus) liebt, aber vor ihren dornigen Ranken zurückschreckt, entscheidet sich für die „zahme“, Variante: die dornenlosen Sorten ‘Navaho’, ‘Oregon Thornless’, ‘Black Satin’ lassen sich auch säulenförmig erziehen und passen so auf Terrasse und Balkon.
Brombeeren für kleinsten Raum sind neuerdings auch erhältlich: ‘Black Cascade’® kann sogar in Ampeln und Hanging Baskets kultiviert werden.

Kiwi und Honigbeere

Sie haben viel Platz hat und wünschen sich einen guten Sichtschutz? Dann entscheiden Sie sich für das Trendobst Kiwi (Actinidia deliciosa). Die raschwüchsigen Kletterpflanzen begrünen im Nu Pergolen und Zäune. Die Gattung ist zweihäusig, nur die weiblichen Pflanzen tragen Früchte, eine männliche Pflanze reicht zur Befruchtung von 5–8 weiblichen – in der Baumschule erhalten Sie Pflanzen, die entsprechend gekennzeichnet sind. Es gibt auch selbstfruchtbare Sorten, von denen nur eine Pflanze benötigt wird. Die Früchte der glattschaligen Mini-Kiwi (Actinidia arguta) – auch Honigbeere genannt –, wird 2–4 cm lang und reifen ab Oktober. Sie schmecken sehr süss und können als ideales Naschobst gleich mit der Schale gegessen werden.

Andenbeere

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An der Andenbeere (Physalis peruviana) schätzen wir ihren fruchtiger Geschmack. Der kompakte Wuchs neuerer Soten macht die Pflanzen in jedem Garten verwendbar: Ob klassisch im Beet, platzsparend im breiten Blumenkasten auf dem Balkon, zeitgemäß in Hochbeet oder als Blumenampelbewohner im City-Garten.