Zum Wachsen, Blühen und Fruchten benötigen alle Pflanzen Nährstoffe.

Viele davon sind im gut vorbereiteten Boden vorhanden – z. B. durch die Zugabe von Kompost bei der Pflanzung. Während ihres Lebens entziehen die Wurzeln dem Boden diese Nährstoffe, die dann durch regelmäßige Düngung wieder zugeführt werden müssen. ALLE Düngerarten – sowohl mineralische als auch die alternativen – stellen den Pflanzen diese Nährstoffe zur Verfügung.
Auf den handelsüblichen Düngemittelpackungen finden Sie Empfehlungen zur jeweiligen Verwendung.

So wirken die in Boden und Dünger enthaltenen Nährstoffe auf die Pflanze:

Stickstoff (N) fördert die Eiweißbildung. Eine gute Stickstoffversorgung erkennt man an üppigen Trieben und dunkelgrünen Blättern. Bei Stickstoffmangel bleibt die Pflanze im Wachstum zurück. Stickstoffüberschuss führt zu vergrößerten Zellen mit dünnen Zellwänden. Diese können von Schädlingen und Krankheitserregern einfacher durchdrungen werden – es kommt häufiger zu Befall mit Läusen und zu Fäulnis. Blattzierende Zimmerpflanzen und Koniferen freuen sich also über stickstoffbetonte Ernährung.

Phosphor (P2O5) fördert die Knospen- und Blütenbildung, das Ausreifen der Pflanzen und die Samenbildung. Beet-, Balkonblumen und andere Blütenpflanzen benötigen phosphorbetonte Düngemittel.

Kalium (K2O) lässt die Pflanzen gut ausreifen, fördert ihre Standfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Krankheiten und ist zusammen mit Phosphor auch für die Entwicklung von Blüten und Knospen wichtig.

Wichtige Düngerarten

Im Hausgarten verwendet man meist Volldünger, diese enthalten die Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphat (P2O5) und Kalium (K2O) in einem ausgewogenen Verhältnis. Die Angabe dieses „Nährstoffverhältnisses“ finden Sie auf der Düngemittelpackung, z. B. N:P:K = 16:6:14.

Spurenelementdünger enthalten zusätzlich zu den drei Hauptnährstoffen auch noch Spurenelemente, die für manche Pflanzenarten besonders wichtig sind. Ein wichtiges Beispiel dafür ist Eisen. Dieses Element ist Teil des Blattgrüns. Fehlt es, zeigt sich der Mangel an einer Chlorose (Gelbfärbung) der grünen Pflanzenteile.
Ihr Gärtner berät Sie gerne über spezielle Ansprüche Ihrer Pflanzen.

Für manche Pflanzengruppen, die besondere Ansprüche an die Ernährung stellen, werden spezielle Düngemittel angeboten. Dazu gehören Zitrusgewächse, Mediterrane Pflanzen (Kübelpflanzen), Koniferen (Nadelbäume), Bambus, Rhododendren und Azaleen (Moorbeetpflanzen). Beim Düngen von Orchideen, Kakteen und Farnen ist Vorsicht geboten: Diese Pflanzengruppen vertragen nur geringe Düngemittelkonzentrationen – beachten Sie auf jeden Fall die Angaben auf den Spezialdünger-Packungen.
Auch Ihren Rasen können Sie mit speziellem Rasendünger fördern.

Diese speziellen Düngergranulate geben ihre Nährstoffe über einen längeren Zeitraum langsam frei. Je nach Produkt und Pflanzenart, für die sie gedacht sind, wirken sie 3–4 oder auch bis zu 14 Monate. Der Dünger wird dem Erdreich entweder bei der Pflanzung beigemischt oder nachträglich zu Saisonbeginn gut verteilt und oberflächlich eingearbeitet. Die Nährstoffe werden den Pflanzen bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. So wird eine Nährstoffauswaschung verhindert und die Umwelt geschont. Langzeitdünger ist ideal, wenn man nicht wöchentlich flüssig düngen möchte oder oft auf Reisen ist.

Viele Gärtner verzichten aus Überzeugung auf mineralische Dünger. Biologische Alternativen bieten heute wie schon vor Jahrhunderten alle Nährstoffe, die unsere Pflanzen für eine ideale Entwicklung benötigen. So erhalten Sie heute z. B. Pferdemist in „Haushaltsmengen“ praktisch im Sack verpackt. Auch Hornspäne und Guano (meist Exkremente von Seevögeln, Pinguinen) sind bewährte Düngemittel mit Langzeitwirkung. Findige Schafhalter bieten Schafwolle gepresst zu Pellets als stickstoffbetonte Depotdünger an. Aus unseren Küchenabfällen entsteht in speziellen Behältern „Bokashi“ – eine mineralstoffhaltige Flüssigkeit, die im Verhältnis 1:20 mit Wasser verdünnt als Dünger verwendet wird.
Mehr über Hühnermist als Dünger erfahren Sie hier …

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Das alternative Düngen mit Schafwolle-Pellets (im Bild: Woolets®) ist ideal für den Gemeinschaftsgarten: Die Arbeit mit dem Naturdünger ist völlig unbedenklich und macht auch Kindern Spaß.