Caruso und seine Freundinnen © Jürgen Höck
Caruso und seine Freundinnen © Jürgen Höck

… das ist allgemein bekannt: aber wohin nun mit dem Mist von Caruso und seinen Freundinnen? Welche Methoden gibt es, um Hühnermist als Dünger im Hausgarten zu verwenden?

Düngen mit Geflügelmist

Das Gute vorweg: Geflügelmist ist sehr nährstoffreich und unsere Pflanzen freuen sich, wenn sie mit organischem Dünger versorgt werden. Bei organischen Düngern schwankt das Nährstoffverhältnis stark – in diesem Fall ist es abhänging vom Hühnerfutter und von der Tierhaltung. Umso glücklicher das Huhn, umso besser sein Mist.
Beim Hühnermist nimmt man folgende Durchschnittswerte (Nährstoffgehalt in kg/t) an:

Stickstoff (N) : Phosphor (als P2O5) : Kali (als K2O) = 28 : 17 bis 21 : 15
Zusätzlich findet man noch Magnesium (6 kg/t) , Kalk (43 kg/t) und etwas Kupfer (0,2 kg/t) im Hühnermist.
Somit wirkt das Nährstoffverhältnis sehr ausgewogen.

Die Pflanze benötigt Stickstoff für das vegetative Wachstum – also das Längenwachstum und die Bildung von Blättern. Auch fördert Phosphor das generative Wachstum – die Bildung von Blüten. Den relativ hohen Gehalt an Stickstoff und Phosphor im Hühnermist kann die Pflanze also am besten im Frühjahr und während der Vegetationsphase „verarbeiten“.

Folgende Empfehlung für die Verwendung von Hühnermist als Flüssigdünger im Hausgarten hat sich bewährt:

Den eingesammelten Hühnermist mit Wasser im Verhältnis 1:3 zu einer Brühe vermengen.
Anschließend diese Brühe nochmals mit Wasser im Verhältnis 1:10 verdünnen.
Diese Mischung wie gewohnt mit der Gießkanne als Flüssigdünger ausbringen.

Bei der Verwendung von Flüssigdünger empfehlen wir, folgende Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten:

  • Düngen Sie nicht auf trockenen Boden.
  • Im Zweifelsfall den Dünger lieber stärker verdünnen – also mit mehr Wasser anrühren – und dafür öfter düngen.
  • Flüssig gedüngt wird in unseren Breiten von Mai bis Ende August. Danach stellt man diese zusätzliche Nährstoffversorgung ein, da die Pflanzen „abschließen” und sich auf die Vegetationsruhe vorbereiten müssen.
  • Düngen Sie am besten früh morgens oder abends und nicht, wenn Sonne auf die Pflanzen scheint.
  • Wer Verbrennungen auf Blättern und Blüten verhindern will, braust die Pflanzen nach dem Düngen kurz mit klarem Wasser ab.
  • Düngen Sie im Abstand von 8 bis 14 Tagen.
  • Keimlinge und Jungpflanzen dürfen nicht gedüngt werden, da für sie in der Erde genug Nährstoffe vorhanden sind – für einen guten Start ins Pflanzenleben.
  • Nach der Pflanzung erfolgt mindestens über 14 Tage keine zusätzliche Flüssigdüngung, bis die Pflanze eingewurzelt ist und die Stresssituation eines Standortwechsels „verkraftet“ hat.

Anhänger der Kompostwirtschaft …

kompostiert den eingesammelten Hühnermist und arbeiten dann die angereicherte Komposterde im Garten ein.

Weiterführende Links: 
• Interessantes rund um Hahn und Hennen gibt’s in Kürze auf „Lebensraum Vorgebirge” – dort lebt auch Caruso glücklich mit seinen Freundinnen.
Für nähere Beschäftigung mit dem Thema Geflügelmist (in der Landwirtschaft) empfehlen wir diesen Fachartikel …

Danke an Caruso und seine Freundinnen für ihre Modelfunktion und an Jürgen Höck für dieses schöne Foto!