Zimt begegnet uns in der kalten Jahreszeit immer wieder: In Glühwein, auf Waffeln und Grießbrei, im traditionell gewürzten Chai-Tee, als Geschmackskomponente im Apfelkompott oder auch als duftendes Trockenmaterial in der Weihnachtsfloristik.

Das bekannte Winter-Gewürz kommt heute überwiegend aus Ceylon. In mühevoller Arbeit werden die „Zimtstangen” dort aus dem Bastteil des Ceylon-Zimtbaumes (Cinnamomum zeylanicum, Syn. C. verum)  gewonnen.

Räuchern mit Zimt

Wer den süßen Duft von Zimt liebt, kann in den Raunächten kalten Wintertagen mit Zimtblüten, gemahlenem Zimt oder zerkleinerter Zimtrinde räuchern. Das Aroma wirkt beruhigend, antidepressiv, verbessert die Laune und wärmt von innen. Gewürznelken oder Kardamom verstärken das Wellness-Erlebnis. Die fein duftenden Zimtblüten werden gemeinsam mit Weihrauch, Sandelholz oder Myrrhe zum Räuchern verwendet.


Winterkürbis-Kompott mit Zimt & Nelken


Für Kürbisgerichte ist Zimt eines der wichtigsten Gewürze. Die lange haltbaren Winter-Kürbisse begleiten uns die ganze kalte Jahreszeit über, wenn sie warm, trocken und luftig gelagert werden. Sie können jederzeit zu schmackhaften Gerichten verarbeitet werden.


Zutaten:

• 800 g Winter-Speisekürbis, z. B. Hokkaido, Muskatkürbis oder Butternut

• 1/4 l Wasser

• 4 EL Zucker

• 2 Stangen Zimt

• 4 Gewürznelken

• 1 EL Saft einer Zitrone


Zubereitung:


Den Winterkürbis vierteln, schälen, die Kerne entfernen und das feste Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Mit Wasser und Zucker in einen Topf geben und aufkochen lassen. Mit Zitronensaft, Zimtstange und Nelken würzen und das Kürbiskompott etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. In Kompottschälchen füllen, abkühlen lassen und servieren.

 

Zimt und die Gesundheit

Zimt stand in der Vergangenheit in Verdacht, wegen des Cumarin-Gehalts gesundheitsschädlich zu sein. Dies gilt allerdings nicht für den qualitativ hochwertigen Ceylon-Zimt.

Alten Quellen zufolge war Zimt schon vor rund 4500 Jahren in China als Gewürz und Heilpflanze bekannt. Die dort verwendete Art ist der China-Zimtbaum (Cinnamomum aromaticum), auch Cassia-Zimt genannt.
Wegen seines erhöhten Gehalts an leberschädigendem Cumarin wird von der Verwendung des meist billigeren China-/Cassia-Zimts abgeraten. Verwenden Sie stets den teureren Ceylon-Zimt, dieser enthält eine unbedenkliche Menge an Cumarin.
Im Handel erhältliche Gewürzmischungen und und mit Zimt hergestellte Fertigprodukte werden von den Gesundheitsbehörden auf ihren Cumarin-Gehalt überprüft.

 

An dieser Stelle warnen wir ausdrücklich vor der Teilnahme am Internet-Phänomen „Cinnamon-Challange“. Beitrag zur Cinnamon-Challange auf Wikipedia