Sonnenuhr © GartenAkademie.com
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Wir reden hier über das Wetter, sommerliche Hitzewellen und über die wichtigste Gartenarbeit, nämlich über das Gießen!
Bei hochsommerlichen Temperaturen gießen liebevolle Hobbygärtner morgens, mittags, abends und nochmal zwischendurch:
„Die Pflanzen brauchen das, die Blätter hängen doch die ganze Zeit … dabei habe ich heute schon zweimal gegossen!“, hört man sie jammern. Dann macht sich Ratlosigkeit breit, sobald sie merken, dass ihre Pflanzen gar nichts von der gut gemeinten Wassermenge gehabt haben. Denn der erwärmte, trockene Boden kann das Wasser nur oberflächlich aufnehmen, wenn überhaupt. Und, ein Großteil des Wassers verdunstet innerhalb kürzester Zeit.

Wann?

Vorrangig geht es also um das „WANN?“ – und die Antwort auf diese Frage begeistert wohl nur nachtaktive Gärtner, Schlafwandler und „Sehr-Frühaufsteher“: Gießen Sie im Garten dann, wenn der Boden die tiefste Temperatur hat. Das ist kurz vor Sonnenaufgang – zwischen 3:00 und 4:00 Uhr morgens. In dieser Zeit wird das Wasser vom Erdreich optimal aufgenommen und gespeichert. Es steht den Pflanzen dann den Tag hindurch zur Verfügung.

Wenn Sie einen humaneren Zeitpunkt bevorzugen, dann gießen Sie in den frühen Morgenstunden, ehe die Sonne auf die Pflanzen scheint. Weniger wegen der immer wieder zitierten Brennglaswirkung, sondern wie würde es Ihnen ergehen … „Wenn Sie bei 40 °C in der Sonne stehen und Ihnen dann jemand eiskaltes Wasser über den Kopf schüttet – und das ohne jede Vorwarnung“?
Wer nachts lieber schläft und morgens in Eile ist, stattet seinen Garten am besten mit einer automatischen Bewässerungsanlage oder programmierbaren Regnern aus.