Die Blüte des Schwarzen Holunders ist das Zeichen dafür, dass der Frühsommer in unseren Breiten Einzug hält. In diese Zeit fällt auch die erste Vollblüte unserer Gartenrosen. Neben den öfter blühenden Alten Rosen begeistern auch Wildrosen und Ramblerrosen mit ihrem reichem Flor Mensch und Insekten.
Insekten? Ja! Bienen und andere Bestäuber „fliegen“ im wahrsten Sinne des Wortes auf Wildrosen und andere nicht gefüllt blühende Arten.

Unternehmen Sie regelmäßig einen Spaziergang durch Ihr Rosenreich. Genießen Sie die Farbenpracht, den unvergleichlichen Duft und entfernen Sie dabei Verblühtes, so sichern Sie sich eine längere Blütenphase. Auch dafür, sich Neue Lieblingssorten in den Garten zu holen, ist jetzt die richtige Zeit. Containerrosen aus heimischen Baumschulen sind robust und können ganzjährig gepflanzt werden. Versorgen Sie sie an heißen Tagen regelmäßig mit Wasser. Für den Standort auf Balkon und Terrasse wählen Sie großzügige Gefäße, die eine gute Standfestigkeit bieten. So können sogar romantische Kletterrosen einen Rosenbogen über der Sitzbank auf dem Balkon beranken.

Rosen, die auf der Terrasse oder am Balkon in Gefäßen kultiviert werden, können Sie jetzt mit einer Gabe organischem Dünger versorgen. Im Garten ausgepflanzte Rosen benötigen meist keine zusätzliche Nährstoffgabe außer, sie stehen auf sandigem Boden, bei dem die Nährstoffe leicht ausgewaschen werden.

Wer sich Rosenpracht und Duft mit in die Wohnung holen will, gönnt sich den Luxus und schneidet seine Blüten am besten, wenn die Knospen sich zur Hälfte geöffnet haben. Langstielige Edelrosen wie die gelbblütige Sorte ‘Sunny Sky’ eignen sich optimal für den Vasenschnitt. Achten Sie darauf, den Pflanzen bei der Schnittrosenernte nicht zu viel Kraft zu nehmen – mit jedem Blatt, das man entfernt, wird die Pflanze geschwächt. Mehr als maximal ein Drittel der Trieblänge sollte nicht abgeschnitten werden.

 

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Kontrollieren Sie Ihre Rosen-Lieblinge regelmäßig auf Befall durch Schädlinge oder Krankheiten. Ganz gleich, ob Pflanzenteile von Schädlingen oder Pilzen befallen sind – sie müssen umgehend von den Pflanzen und vom Boden entfernt werden.

Das Schnittgut gehört unbedingt in die Biotonne und auf keinen Fall auf den Kompost. Auch wenn ein gut versorgter Komposthaufen innen einen hohe Rotte-Temperatur entwickelt, reicht sie nicht aus, um alle Pilzsporen oder Schädlingseier abzutöten. Mit jeder Kompostgabe im Nutzgarten würden Sie sich die Übeltäter wieder zurückholen.