Garten-Basics

Herbstlaub: Was bleiben darf und was besser wegkommt

Unter den Bäumen raschelt es, auf den Wegen kleben nasse Blätter, und der Rasen verschwindet langsam unter einer bunten Decke. Wohin mit all dem Herbstlaub? Mit einer kleinen Aufteilung bleibt der Garten gut benutzbar – und ein großer Teil der Blätter wird vor Ort nützlich.

Wo das Laub bleiben darf

Unter Hecken, Sträuchern und Bäumen gehört eine lockere Laubdecke zum natürlichen Jahreslauf. Sie schützt den Boden vor Austrocknung und Erosion und liefert Material für den Humusaufbau. Auch zwischen passenden Stauden kann gesundes Laub liegen bleiben.

Schauen Sie genauer hin, wenn Blätter zu einer schweren, nassen Matte verkleben oder kleine Pflanzen vollständig bedecken. Verteilen Sie solche Ansammlungen lockerer. Der Garten braucht keine gleichmäßig dicke Decke: Unter Gehölzen darf es laubreich sein, während empfindliche Pflanzenherzen frei bleiben.

Wo der Rechen sinnvoll bleibt

Rasenflächen, Wege, Abflüsse und der Gartenteich sollten von größeren Laubansammlungen befreit werden. Auf Wegen werden nasse Blätter rutschig; auf dem Rasen nimmt eine geschlossene Laubdecke dem Gras Licht.

Sammeln Sie das Laub mit einem Rechen oder Besen ein und bringen Sie es an einen passenden Ort im Garten. So wird aus dem Aufräumen gleich ein zweiter Arbeitsschritt: Der Weg ist wieder frei, und unter der Hecke entsteht eine schützende Schicht.

Aus Blättern wird Lauberde

Wer Platz hat, sammelt einen Teil des gesunden Laubs in einem luftdurchlässigen Behälter aus Drahtgitter. Halten Sie die Blätter feucht und lassen Sie sie verrotten. Das braucht Geduld: Je nach Material und Bedingungen entsteht nach ein bis zwei Jahren eine krümelige Lauberde.

Sie eignet sich zur Bodenverbesserung und als Mulchmaterial. Als alleinige nährstoffreiche Pflanzerde ist sie nicht gedacht. Für den gewöhnlichen Kompost können Sie Laub dagegen mit anderen geeigneten Garten- und Küchenresten mischen.

Nicht jedes Blatt verrottet gleich schnell

Auch Eichen-, Buchen- und Hainbuchenlaub kann zu guter Lauberde werden. Dicke, zähe Blätter, etwa von Walnuss oder Platane, brauchen länger. Zerkleinern kann den Abbau beschleunigen; verwenden Sie dafür frisch gesammeltes Material, keinen bereits besiedelten Laubhaufen.

Bei deutlichem Krankheits- oder Schädlingsbefall ist eine gesonderte Beurteilung sinnvoll. Ein bekanntes Beispiel ist von der Rosskastanienminiermotte befallenes Laub: Darin überwintern Puppen. Dieses Material sollte gesammelt und entsprechend den örtlichen Entsorgungsvorgaben aus dem Garten entfernt werden.

Wohin mit meinem Laub?

Eine kleine Entscheidungshilfe zum Aufklappen.

Es liegt unter der Hecke.

Gesundes Laub darf hier in der Regel bleiben. Belassen Sie auch etwas Reisig, wenn es nicht im Weg liegt. Solche ruhigen Bereiche bieten Kleintieren Deckung und Winterquartiere.

Es bedeckt den Rasen oder den Gartenweg.

Rechen Sie größere Ansammlungen ab. Gesundes Material kann unter Gehölze, in den Laubbehälter oder portionsweise auf den gemischten Kompost.

Ich möchte einen Tierunterschlupf anlegen.

Wählen Sie einen ungestörten Platz und belassen Sie den Haufen über den Winter. Verzichten Sie dort auf Laubsauger und Laubbläser. Sie können Tiere gefährden und ihnen ihre schützende Umgebung nehmen.

Die Blätter zeigen auffällige Schäden.

Nicht jeder Fleck macht Laub unbrauchbar. Lassen Sie bei unklaren Symptomen zunächst die Ursache bestimmen. Für problematisches Material richtet sich die weitere Behandlung nach dem jeweiligen Schaderreger und den Entsorgungsmöglichkeiten Ihrer Gemeinde.