Das Duftveilchen (Viola odorata) ist eine charmante Staude, die winzige, stark duftende Blüten über halbimmergrünem Laub trägt.

Die Legende besagt, dass eine Person nur einmal Duftveilchen riechen kann, da die Blüte unseren Geruchssinn stiehlt. Das ist zwar nicht wahr, beruht jedoch auf der Tatsache, dass Duftveilchen Aroma-Komponenten enthalten, die menschliche Geruchsrezeptoren vorübergehend abschalten.

Viola sp. – Veilchen © Gartenakademie.com

In der Mythologie begegnet uns das Duftveilchen schon in der griechischen Antike. Die Göttin des Frühlings und der Blumen, Persephone, pflückte gerade Veilchen und andere Frühlingsblumen, als sie von Hades, dem Gott der Unterwelt, entführt wurde.
Die Alten Griechen verwendeten Duftveilchen zur Herstellung von Parfums.
Vielchen-Duftstoffe waren im mittelalterlichen Großbritannien auch in Haushaltsdeodorants enthalten.

Die Blüten der Duftveilchen sind essbar und werden gern kandiert und zum Dekorieren von Kuchen und Desserts verwendet. Sie können auch zu Salaten hinzugefügt oder als Beilage gereicht werden.

Viola odorata bevorzugt feuchte Böden im Halbschatten oder lichtem Schatten. Achten Sie beim Pflanzenkauf auf die richtige Art, denn das Hundsveilchen (Viola canina) sieht dem Duftveilchen zum Verwechseln ähnlich, duftet aber nicht.

Gestaltungstipp: Das Veilchen kann in einem halbschattigen Waldgarten oder unter Sträuchern einen dichten Bestand bilden. Ein Teppich aus Veilchen in einem Rosenbeet und verleiht diesem eine spektakuläre frühblühende Attraktivität.

Das Pfings-Veilchen Viola sororia ‘Freckles’ (Foto unten) hat attraktiv gesprenkelte, langlebige Blüten. Sie ist ein Geheimtipp für Sammler:innen von Stauden-Raritäten.

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