Blattschmuck für Balkon und Terrasse: Üppig durch die kühle Jahreszeit
Kupferfarbene Blätter, silbrige Akzente und Efeuranken, die weich über den Gefäßrand fallen: Auch in der kühlen Jahreszeit können Balkon und Terrasse üppig bepflanzt sein. Den Reiz macht das Zusammenspiel von Farben, Blattformen und Wuchsweisen aus. Gestaltungsideen vom Kientzler-Stand auf der IPM Essen zeigen, wie viel Wirkung in einer gut komponierten Pflanzung steckt.
Fülle entsteht durch Zusammenspiel
Auf unseren Messeaufnahmen schließen sich die Pflanzen zu einem Gesamtbild zusammen. Große, rundliche Blätter treffen auf feines Laub, schmale Halme durchziehen die Pflanzung, überhängende Triebe verbinden sie mit dem Gefäß. Der Blick wandert von einer Struktur zur nächsten.
Für einen Balkonkasten oder eine Schale lässt sich dieses Prinzip gut übernehmen: Wählen Sie eine ausdrucksstarke Hauptpflanze, ergänzen Sie einen feineren Partner und setzen Sie etwas Überhängendes an den Rand. Ein begrenztes Farbspektrum hält die Mischung zusammen – etwa Kupfer und Grün oder Silber, Purpur und Dunkelgrün.
Heuchera und Efeu geben den Ton an
Purpurglöckchen (Heuchera) bieten eine große Auswahl an Blattfarben. Ihre flächigen Blätter geben der Pflanzung optisch Gewicht. Efeu (Hedera helix) ergänzt sie mit kleineren, gelappten Blättern und Ranken, die über den Gefäßrand wachsen.
Besonders reizvoll ist der Wechsel zwischen großen und kleinen Blättern. Auf den Archivfotos stehen kupferfarbene Heuchera neben feinem grünem Laub; silbrig gezeichnete Pflanzen verbinden sich mit dunklem Efeu. Schon solche Blattkontraste tragen eine Gestaltung. Blüten können einen zusätzlichen Akzent setzen.
Üppig pflanzen, Wurzelraum einplanen
Eine Bepflanzung für die kühle Jahreszeit sollte schon beim Einsetzen gut wirken, denn im Winter wächst wenig nach. Verwenden Sie gut entwickelte Pflanzen und ein ausreichend großes Gefäß. Die Blätter dürfen sich berühren; die Wurzelballen brauchen genügend Platz und Kontakt zum Substrat.
Eine dichte saisonale Schale und eine dauerhaft bepflanzte Kübelgruppe verlangen unterschiedliche Planung. Soll die Kombination mehrere Jahre bleiben, berücksichtigen Sie die spätere Größe der Pflanzen. Eine eng zusammengestellte Herbstpflanzung kann im Frühjahr geteilt und auf größere Gefäße oder geeignete Gartenplätze verteilt werden.
Vom Herbstschmuck zum Advent
Die Standfotos zeigen, wie wenige rote Kugeln zwischen silbrigem Laub und dunklem Grün einen festlichen Akzent setzen. Dabei bleiben die Pflanzen die Hauptdarsteller. Wiederholen Sie eine Schmuckfarbe sparsam, damit Blätter und Wuchsformen weiterhin zur Geltung kommen.
Stellen Sie das fertige Gefäß dort auf, wo Sie es auch vom Wohnraum aus sehen. Eine erhöhte, standsichere Platzierung kann überhängenden Trieben Raum geben. Bei Ampeln und Balkonkästen müssen Aufhängung und Halterung zum Gewicht des bepflanzten, gewässerten Gefäßes passen.
Gefäße für die kalte Jahreszeit
Frostfeste Gefäße, freie Abzugslöcher und ein geeignetes, durchlässiges Substrat sind wichtige Voraussetzungen. In Übertöpfen und Untersetzern darf sich kein Wasser sammeln. Eine isolierende Hülle um den Topf kann den Wurzelballen zusätzlich schützen; der Wasserabzug bleibt frei.
Ein geschützter Standort hilft bei längeren Frostperioden. Auch winterharte Pflanzen sind im Topf stärker der Kälte ausgesetzt als im Gartenboden. Besonders kleine Gefäße brauchen deshalb Aufmerksamkeit.
Auch im Winter nach der Erde sehen
Kontrollieren Sie die Feuchtigkeit regelmäßig, besonders unter Dachvorsprüngen. Gießen Sie bei Bedarf, wenn der Wurzelballen aufgetaut ist und Wasser aufnehmen kann. Lassen Sie überschüssiges Wasser ablaufen.
Viele Heuchera behalten einen Teil ihres Laubs über den Winter; Sorte und Witterung beeinflussen ihr Aussehen. Entfernen Sie beschädigte Blätter behutsam. Für die hier beschriebenen winterruhenden Stauden sind zusätzliche Düngergaben während der Ruhezeit in der Regel nicht nötig.
So planen Sie Ihre Kombination
Die passende Frage anklicken und den Praxistipp aufklappen.
Wie bekomme ich Fülle ohne ein Durcheinander?
Wählen Sie zwei bis drei Hauptfarben und wiederholen Sie diese. Kombinieren Sie unterschiedliche Blattgrößen und Wuchsformen. Ein überhängender Partner verbindet die Pflanzung mit dem Gefäß; eine etwas höhere Pflanze setzt einen Schwerpunkt.
Kann ich eine Messepflanzung genau nachpflanzen?
Übernehmen Sie zunächst die Gestaltungsidee: Farben, Blattkontraste und Höhenstaffelung. Die konkrete Pflanzenauswahl stimmen Sie auf Ihren Standort ab. Blühende Messepflanzen können anders kultiviert worden sein als Pflanzen, die im selben Monat draußen stehen.
Welche Pflanzen passen in ein gemeinsames Gefäß?
Neben der Optik müssen Lichtbedarf, Wasserbedarf und Substratansprüche zusammenpassen. Für die Überwinterung im Freien kommt die passende Winterhärte hinzu. Etiketten und die Beratung in Ihrer Gärtnerei helfen bei der Auswahl.
Was mache ich im Frühjahr mit der Bepflanzung?
Entfernen Sie saisonalen Schmuck und prüfen Sie die Pflanzen. Gesunde mehrjährige Exemplare können bei geeigneter Witterung in größere Gefäße oder an passende Gartenplätze umziehen. So entwickeln sich aus einer Herbstgestaltung dauerhafte Begleiter.







