Blumenzwiebeln im November: Jetzt noch den Frühling pflanzen
Im Schuppen wartet noch ein Säckchen Tulpenzwiebeln? Solange der Boden offen ist, kann daraus noch ein schönes Frühlingsbild werden. Für Tulpen passt der späte Herbst gut. Bei anderen Frühblühern lohnt es sich, zwischen der idealen Pflanzzeit und einer verspäteten Pflanzung zu unterscheiden.
Für Tulpen ist der November passend
Tulpen (Tulipa) gehören zu den Frühjahrsblühern, deren Zwiebeln auch im späten Herbst gepflanzt werden. Der November ist dafür ein üblicher Monat. Entscheidend ist jedoch der Boden: Er muss offen und bearbeitbar sein und darf nicht vernässt sein.
In Österreich unterscheiden sich die Bedingungen je nach Region und Höhenlage deutlich. In einem milden Stadtgarten kann die Pflanzung noch gut möglich sein, während in höheren Lagen bereits Dauerfrost herrscht. Orientieren Sie sich deshalb am Gartenboden und an der Wetterentwicklung.
Andere Frühblüher sind früher dran
Narzissen, Krokusse und viele weitere Frühlingsblüher werden üblicherweise früher im Herbst gesetzt. Liegen noch gesunde Zwiebeln bereit, ist zeitnahes Pflanzen dennoch meist sinnvoller als weiteres monatelanges Lagern. Bei verspäteter Pflanzung kann die erste Blüte schwächer ausfallen.
Sortieren Sie weiche, faulende oder stark geschädigte Zwiebeln aus. Feste Exemplare bekommen noch eine Chance – auch wenn sie bereits vorsichtig austreiben. Schonen Sie dabei vorhandene Wurzeln und Triebspitzen.
In Gruppen kommt die Farbe zur Geltung
Überlegen Sie vor dem Pflanzen, von wo Sie die Blüten später sehen möchten. Eine kleine Gruppe am Weg oder vor dem Sitzplatz wirkt oft deutlicher als einzelne Tulpen, die im ganzen Beet verstreut stehen. Wiederholen Sie eine Farbe an mehreren Stellen, wenn Sie Ruhe in die Pflanzung bringen möchten.
Beachten Sie Blütezeit und Wuchshöhe auf der Verpackung. Zwei ähnlich gefärbte Sorten können zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Wer ein gemeinsames Blütenbild plant, wählt passende Blühzeiträume; wer lange Freude haben möchte, kann frühe und späte Sorten kombinieren.
So kommen die Zwiebeln in die Erde
Wählen Sie für Tulpen einen sonnigen Platz mit gutem Wasserabzug. Setzen Sie die Zwiebeln mit der Spitze nach oben. Für viele Blumenzwiebeln gilt als Orientierung: Das Pflanzloch ist zwei- bis dreimal so tief wie die Zwiebel hoch ist; die Tiefe wird bis zum Zwiebelboden gemessen. Vorrang haben die artspezifischen Angaben auf der Packung.
Füllen Sie die Erde wieder ein und drücken Sie sie behutsam an. Bei trockenem Boden wird angegossen; in bereits ausreichend feuchter Erde ist zusätzliches Wasser nicht nötig. Markieren Sie die Pflanzstelle, damit die Zwiebeln bei späteren Gartenarbeiten ungestört bleiben.
Noch Zwiebeln übrig? Hier geht es weiter
Klappen Sie die passende Frage auf.
Kann ich die Zwiebeln bis zum nächsten Herbst aufheben?
Für bereits gekaufte Frühjahrsblüher ist das keine gute Lösung. Lange Lagerung lässt die Qualität nachlassen. Pflanzen Sie gesunde Zwiebeln möglichst bald in geeigneten Boden oder in ein passendes Gefäß.
Wie gelingt die Pflanzung im Topf?
Verwenden Sie ein ausreichend tiefes, frostfestes Gefäß mit freien Abzugslöchern und durchlässigem Substrat. Nach dem Pflanzen einmal angießen und Wasser ablaufen lassen. Stellen Sie den Topf geschützt im Freien auf und schützen Sie ihn bei starkem Frost zusätzlich. Prüfen Sie über Winter gelegentlich, ob das Substrat weder völlig austrocknet noch vernässt.
Kann ich mehrere Blütezeiten in einem Topf kombinieren?
Ja. Bei einer „Zwiebel-Lasagne“ werden geeignete Arten in unterschiedlichen Tiefen gepflanzt. Größere, tiefer zu setzende Zwiebeln kommen nach unten, kleinere darüber; dazwischen liegt Substrat. Wählen Sie einen tiefen Topf und beachten Sie für jede Art die Pflanztiefe. Blütezeit und Standortansprüche sollten zur geplanten Kombination passen.
Was passiert nach der Blüte?
Lassen Sie das Laub der Zwiebelpflanzen einziehen, bevor Sie es entfernen. Bei Tulpen können die verblühten Blütenköpfe abgeschnitten werden. Wie zuverlässig Tulpen wiederkommen, hängt von Sorte, Standort und Pflege ab; nicht jede Sorte bildet Jahr für Jahr dieselbe üppige Blüte.



