Haben Sie Ihren Christbaum, den „Grünen Mitbewohner auf Zeit“ schon ins Haus geholt, oder steht Ihnen die schwere Auswahl noch bevor? Wird es eine weichnadelige Tanne, eine silberblaue Fichte oder eine duftende Douglasie? Soll er klein, mittel oder groß sein? Schlank oder mollig?

Ein lebender Weihnachtsbaum im Topf …

Wer auch zu Weihnachten Wert auf Nachhaltigkeit legt, kauft einen „lebenden“ Weihnachtsbaum im Topf. Kontrollieren Sie beim Kauf, ob der Wurzelballen rundum gut durchwurzelt ist. Der Baum sollte schon einige Zeit im Topf gewachsen sein und nicht mit frisch ausgestochenem Ballen im Gefäß stecken.

Tauchen Sie den gesamten Wurzelballen inklusive Topf in einem großen Wasserbehälter unter, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen und lassen Sie ihn dann gut abtropfen. Idealerweise verbringt Ihr grüner Weihnachtsgast die Feiertage nach einer gewissen Eingewöhnungsphase in einem kühlen, hellen Raum. 

Ein Wintergarten mit 5–8 °C Raumtemperatur wäre bestens geeignet. Ersparen Sie einem lebenden Weihnachtsbaum auf jeden Fall den Aufenthalt im warmen Wohnzimmer – das entspricht nicht seinem natürlichen Winterstandort und würde sein Leben vorzeitig beenden.

Vermeiden Sie sprunghafte Temperaturwechsel, denn der Baum war bereits in Winterruhe und muss sich für kurze Zeit an „sommerliche“ Temperaturen gewöhnen. Gegossen wird jeden zweiten Tag. Spätestens nach fünf bis acht Tagen sollte er wieder – bei Schritt für Schritt sinkenden Temperaturen abgehärtet – ins Freiland entlassen werden.

Wenn der Boden noch „offen“ – also nicht gefroren – ist, können Sie Ihre neue Tanne gleich an ihrem neuen Standort im Garten pflanzen und gut einwässern. Eine zusätzlich dicke Schichte aus Rindenmulch auf der Baumscheibe schützt den Wurzelballen vor Frost.

Falls der Baum den Winter über im Topf bleibt, sollte er jeden zweiten Tag gegossen werden, um nicht der Frosttrocknis zum Opfer zu fallen. Außen herum erhält der Topf eine dicke Manschette aus Kokosfaservlies, dann steht der erfolgreichen Überwinterung nichts mehr im Wege.

Geschnittene Christbäume

Wer keinen Garten hat, entscheidet sich eher für einen geschnittenen Baum. Hier finden Sie ein paar nützliche Tipps für den Weihnachtsbaum-Kauf und die Zeit danach …

Entscheiden Sie sich bevorzugt für heimischen Weihnachtsbäume – diese wurden zum besten Zeitpunkt geschnitten, um eine lange Haltbarkeit zu garantieren und haben einen kurzen, schonenden Transport hinter sich.

Richtet sich Ihr Gartenleben nach dem Mondkalender? In den meisten Christbaumkulturen beginnt die „Ernte“ Ende November. Drei Tage vor dem 11. oder 12. Vollmond des Jahres ist laut Mondkalender – abhängig von der aktuellen Schneelage – der beste Zeitpunkt, um einen Baum zu schneiden, der nicht nadeln wird.

Der 12. Vollmond war dieses Jahr am 23. November. Manche Anbieter markieren speziell nach dem Mondkalender geschnittenen Bäume mit besonderen Etiketten.

Tipps zu Qualitätsbeurteilung, Kauf und Versorgung

  • Frische Bäume verlieren keine Nadeln, wenn Sie vorsichtig „gegen den Strich“ über die Zweige streichen.
  • Wenn der Baum schon ein paar Tage vor Weihnachten in Ihren „Vier Wänden“ Einzug hält, versorgen Sie ihn in der Zwischenzeit gut mit Wasser.
  • Stellen Sie den Baum an einen möglichst kühlen Ort – auf den Balkon, Dachboden oder in den Keller.
  • In modernen Weihnachtsbaumständern ist ein Wasserreservoir integriert – auch hier muss allerdings regelmäßig Wasser nachgefüllt werden, denn unsere Wohnräume bieten praktisch „Wüstenklima“.

Und nach dem Fest?

Entfernen Sie bitte alle nicht verrottbaren Dekorelemente aus dem Baum. Auch Lametta, Engelshaar und die unscheinbaren Weihnachtsschmuck-Haken aus Kupferdraht. In vielen Gemeinden werden die Christbäume gesammelt und kompostiert.

Auch  Tierparks freuen sich knapp nach dem Fest über noch frische Tannen und für so manche Pferdeherde auf dem Reiterhof sind die Bäume eine willkommene Abwechslung als Knabber-Buffet und Spielzeug-Alternative auf der Koppel. Fragen Sie doch einfach mal reitbegeisterte Mädchen in Ihrer Umgebung …