(Thanks to KP Photo for this beautiful Time Lapse)

Mit dem Flor der Japanischen Blütenkirsche Prunus serrulata ‘Kanzan’ erreicht die Zeit der Kirschblüte in unseren Breiten ihren Höhepunkt.

Blüte der Japanischen Zierkirsche Prunus serrulata ‘Kanzan' © GartenAkademie.com
Blüte der Japanischen Zierkirsche Prunus serrulata ‘Kanzan‘ © GartenAkademie.com

Schon in den vergangenen Wochen hat die Gattung Prunus in aller Pracht gezeigt, was in ihr steckt. Besonders häufig finden wir in unseren Gärten die BlutpflaumePrunus cerasifera ‘Nigra’, deren rosa Blüten mit den dunklen Staubgefäßen einen wunderbaren Kontrast zum schwarzroten Laub darstellen.

Blutpflaume Prunus cerasifera ‘Nigra’ © GartenAkademie.com
Blutpflaume Prunus cerasifera ‘Nigra’ © GartenAkademie.com

Die ebenfalls dunkelroten Früchte schmecken ausgezeichnet und eignen auch für Kuchen, Kompotte oder Marmeladen. Die Großfruchtige Blutpflaume Prunus cerasifera ‘Trailblazer’, ist schon in den 1950er Jahren für ihre wohlschmeckenden Früchte bekannt geworden.

In Japan ist die Kirschblüte „sakura“ 桜 ein wichtiges Symbol der japanischen Kultur – sie symbolisiert Aufbruch und weibliche Schönheit. Die Kirschblütezeit beginnt in Japan Ende März und zieht sich bis in den Mai – jeweils abhängig vom regionalen Klima. Im Frühling wird die „Kirschblütenfront“ sogar im Rahmen der Wettervorhersage angekündigt.

Die Japanische Kirschblüte in Stichworten:

  • Fast 50 % der in Japans Städten gepflanzten Laubbäume sind Kirschen
  • Die Japanische Kirschblüte bezieht sich meist auf die Yoshino-Kirsche, Prunus × yedoensis
  • Die Kirsche ist die Pflanze der japanischen Hauptstadt Tokyo
  • Die Kirschblütezeit dauert jeweils ca. 10 Tage
  • Viele japanische Lieder und Gedichte beschäftigen sich mit der Kirschblütezeit
  • Die Tradition des Kirschblütenfests ist inzwischen weit über die Grenzen Japans bekannt.


Auch in manchen europäischen Städten wird die Zeit der Kirschblüte gefeiert, zum Beispiel am …

26. April 2018 beim Kirschenhainfest auf der Donauinsel in Wien, Österreich

20. und 21. April 2018 in Schwerte, Deutschland

01.–30. April 2018 Kirschblüte-Fotowettbewerb in der Bonner Altstadt, Deuschland

22. April 2018 in Golmbach, Deutschland

22. April 2018 beim Hanami in Bad Langensalza, Deutschland

25. Mai 2018 in Hamburg, Deutschland

 

Süßmandel Prunus dulcis var. dulcis © GartenAkademie.com
Süßmandel Prunus dulcis var. dulcis © GartenAkademie.com

 

Prunus persica 'Crimson Cascade', Kaskaden-Pfirsich © GartenAkademie.com
Prunus persica ‚Crimson Cascade‘, Kaskaden-Pfirsich © GartenAkademie.com

Der nur selten angebotene Kaskaden-Pfirsich Prunus persica ‘Crimson Cascade’ würde in unseren Baumschulen und Gärten mehr Aufmerksamkeit verdienen. Das reich blühende Ziergehölz mit seinen rosenähnlichen, halbgefüllten Blüten an langen, überhängenden Trieben würde sicher viele Gartenbesitzer begeistern.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Kerne der Prunus-Arten Marille (Aprikose), Kirsche und Pfirsich und ihrer nahen Verwandten nicht für den Verzehr geeignet sind, sie enthalten Amygdalin, daraus entsteht bei der Verdauung Blausäure. Diese Eigenschaft trifft auch auf Mandeln zu – hier kommt es allerdings auf die Menge und die Mandelart an. Die Süßmandel Prunus dulcis var. dulcis enthält nur wenig Amygdalin, die Bittermandel Prunus dulcis var. amara ca. 5 %. Essen Sie sicherheitshalber nicht mehr als 5 Bittermandeln und halten Sie Kinder grundsätzlich von Bittermandeln fern. Greifen Sie beim Backen lieber zu Bittermandel-Aromen. Dieses „künstliche Bittermandelöl“ (Oleum Amygdalarum aethereum artificiale) ist blausäurefrei.
Der Verzehr von 20 Marillen-/Aprikosenkernen führt bereits zu Vergiftungserscheinungen.