Wer zu Silvester mit seinen Gastgeschenken im Trend liegen will, überrascht mit floralen Glücksbringer.

Glücksklee mit Rauchfangkehrern © GartenAkademie.com

Glücksklee – nur „echt“ mit vier Blättchen

Als Geschenk dekoriert und mit viel Glück „beladen“ verlassen Tausende vierblättrige Glücksklee-Pflanzen (Oxalis tetraphylla, Oxalis deppei) in dieser Woche unsere Gärtnereien.

Schon zur Zeit der Druiden galt vierblättriger Klee als Glücks-Symbol. Über die Jahrhunderte hat Glücksklee dann in vielen weiteren Kulturen Bedeutung ähnliche Bedeutung erlangt. Seine Blätter symbolisieren die vier Himmelsrichtungen und die vier Elemente – Feuer, Erde, Wasser und Luft – im Christentum das Kreuz Christi.

Eva soll ein vierblättriges Kleeblatt als Andenken aus dem Paradies mitgenommen haben – daher heißt es, dass jemand, der vierblättrigen Klee besitzt, ein Stück vom Paradies besitzt.

Eine andere Legende erzählt von Menschen, die durch den Fund von vierblättrigem Klee die Abfahrt eines Schiffes verpassten und so einem Untergang entkamen.

Wer wunderschöne Träume haben will, legt vierblättrigen Klee unter sein Kopfkissen. Wer in der Wiese vierblättrigen Klee findet, darf einen Wunsch äußern, der in Erfüllung geht.

Sobald es im Zimmer zu trocken und zu warm wird, ziehen die oberirdischen Pflanzenteile ein, um die für sie unangenehme „Trockenzeit“ in den Zwiebeln zu überdauern. Dies können Sie durch eine gute Standortwahl verhindern. Ihr Glücksklee im Topf verbringt die kalte Jahreszeit am besten an einem hellen, aber kühlen Platz bei 10 bis 15° C, beispielsweise an einem Nordfenster oder im Schlafzimmer.

Trockenes Zentralheizung-Klima und Zugluft verträgt Glücksklee nicht, Licht hingegen kann er nicht genug bekommen.

Den Sommer verbringt die genügsame Zwiebelpflanze nach einer Abhärtungsphase gern im Freien an einem halbschattigen, geschützten Platz bei mäßigen Wassergaben.

Der bei uns häufig anzutreffende dreiblättrige Klee hingegen ist Symbol für die im Christentum anzutreffende Dreifaltigkeit Gottes. Wir kennen ihn auch als Nationalpflanze Irlands, da St. Patrick der heidnischen Bevölkerung mithilfe der typischen Blattform die christliche Lehre näherbrachte. Der irische St. Patricks Day wird am 17. März inzwischen weltweit gefeiert. Da dreiblättriger Klee eher die Regel als die Ausnahme ist, hat er keine Bedeutung als Glücksbringer.

Lucky Bamboo (Dracaena sanderiana) © GartenAkademie.com

Lucky Bamboo

Seit einigen Jahren auch bei uns bekannt ist der aus Asien stammende „Lucky Bamboo“ – eigentlich gar kein Bambus, sondern eine Art des Drachenbaums, genauer: Dracaena sanderiana.

In ihrer Heimat verheißt die Pflanze Glück, Erfolg und Gesundheit – vor allem dann, wenn sie den Feng-Shui-Regeln entsprechend, richtig in der Wohnung platziert wird.

Im Gegensatz zu den anderen floralen Glücksbringern, die wir hier vorstellen, freut sich Ihr „Lucky Bamboo“ über einen Standort im warmen Zimmer – das entspricht seiner tropischen Herkunft. Temperaturen zwischen 20 und 22° C bei höherer Luftfeuchtigkeit sind optimal. Die Pflanze ist sehr pflegeleicht und gedeiht auch bei indirekten Lichtverhältnissen. Probieren Sie es beispielsweise mit einem hellen Badezimmer.

Glücksmoos mit Glückssymbolen © GartenAkademie.com

Glücks- oder Silvestermoos

Streng genommen ist die als „Glücks- oder Silvestermoos” bekannten Glücksbringer gar keine richtigen Moose, sondern zierliche Bärlappgewächse, die sogenannten „Moosfarne“ der botanischen Gattung Selaginella.

Mit der Überreichung dieses Glücksbringers wünschen Sie dem Beschenkten, dass er im Neuen Jahr immer „weich fallen“ möge.

Glücksmoos benötigt einen hellen, aber absonnigen Standort bei 15–18 °C.

Die Pflanze darf nie ganz austrocknen, ist aber gleichzeitig auch staunässeempfindlich. Gießen Sie regelmäßig, ohne Wasser im Übertopf stehen zu lassen.

Andere Glück und Segen verheißende Symbolpflanzen sind Lorbeer, Rosmarin, Efeu, Mistel, Stechpalme (Ilex).

Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen möchte, schmückt das florale Silvester-Geschenk noch mit anderen Glückssymbolen wie Schornsteinfeger oder Hufeisen.

Seit jeher zählen Feuerstelle und Kamin als Gefahrenherde im Haus. Ungereinigte Kamine sollen Blitze bei Gewittern stärker anziehen als saubere. Da der Schornsteinfeger durch seine Arbeit unsere Häuser vor Blitzschlag und Feuer bewahrt, gilt er als Glücksbringer.

Die Legenden um die glücksbringende Wirkung des Hufeisens geht auf die Germanen zurück.
Die Götter Wotan und Odin ritten auf einem achtbeinigen Pferd durch den Himmel. Verlor dieses Götterpferd ein Hufeisen, so sollte es dem Finder Glück bringen.
Auch im Mittelalter konnte sich derjenige eine Belohnung erwarten, der einem Ritter das Hufeisen zurückbrachte, das dessen Pferd verloren hatte.

Am Türbalken befestigt, beschützt das Hufeisen das Haus und die Bewohner.

Apropos Silvester: Der letzte Tag des Jahres erhielt seinen Namen 1691 durch Papst Innozenz XII. – er erklärte ihn zum Namenstag des heiliggesprochenen Papstes Silvester I. (Pontifikat von 314 bis 335).