Dahlia © Couleur/Pixabay.com
Stauden & Blumenzwiebeln

Dahlien – ein spätsommerliches Blütenfeuerwerk

Können Sie sich einen Sommer ohne das strahlende Gelb, Orange, Rot und Rosa unzähliger Dahliensorten vorstellen? Ab Mitte August und im Spätsommer, zur Hauptblütezeit, werden dem blühenden Gast aus Mittelamerika und Mexiko europaweit Feste und Veranstaltungen gewidmet.

Dahlien waren schon 200 v. Chr. eine beliebte Kulturpflanze der Azteken. Die Herzen europäischer Gartenfreunde erobern sie seit 1791 – seit damals verbreiteten sie sich über Spanien am ganzen Kontinent.
War die Dahlie früher wegen ihrer Starkwüchsigkeit meist nur in größeren Beeten und Rabatten anzutreffen, so wurden in den letzten Jahren kleinwüchsige Sorten vorgestellt, die in jedem sommerlichen Blumenkasten oder bepflanzten Trog Platz finden. Einfachblühende Dahlien trotzen auch regnerischem Wetter und strecken ihre Blüte tapfer der Sonne entgegen. Die neuen Dahliensorten überzeugen in vielerlei Hinsicht – sie blühen früher, sind resistenter gegen Krankheiten oder bilden kräftige, lange Stiele, was sie für die Verwendung in Sträußen und sommerlichen Gestecken wertvoll macht.
Im „International Register of Dahlia Names“ sind bereits etwa 20.000 Dahlien-Sorten namentlich aufgeführt. Dieses Register ist allerdings nicht vollständig, und jährlich kommen fast 200 Neuzüchtungen dazu. Den Auswertungen einer Liste von Hans Auinger zufolge gibt es weltweit 45.000 Sorten. Damit ist die Dahlie international eine der beliebtesten Zierpflanzen.

Dahlie © GartenAkademie.com
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Dahlienwissen in Kürze …

Heimat: Mexiko

Blüte: 
Je nach Blütenform werden folgende zehn Sortengruppen unterschieden:

  • Einfache Dahlien
  • Anemonenblütige Dahlien
  • Päonienblütige Dahlien
  • Ball-Dahlien
  • Kaktus-Dahlien (mit gegabelten Strahlenenden: Hirschgeweih-Dahlien)
  • Semikaktus-Dahlien
  • Schmuck-Dahlien
  • Pompon-Dahlien
  • Halskrausen-Dahlien
  • Gemischte Dahlien

Wuchs: Aufrecht, buschig. Dahlien bilden Knollen – unterirdische Speicherorgane an ihren Wurzelstöcken.

Standort: vollsonnig; humoser, gut durchlässiger Boden. Dahlien sind NICHT frosthart.

Pflanzung:

  • Knollen werden im Mai, wenn die Frostgefahr gebannt ist, maximal spatentief gepflanzt (sie sollen nur mit wenigen Zentimetern Erde bedeckt sein), auch eine Pflanzung in Trögen oder Balkonkästen ist möglich.
  • Vorgetriebene Jungpflanzen kommen in exakt der gleichen Höhe, wie sie im Topf stehen, in den Garten.

Pflanzabstand:

  • Hohe Sorten 80–100 cm
  • Ball-, Pompon-, Halskrausen- und einfache Dahlien 60–70 cm
  • Mignondahlien 30–40 cm

Pflege: Entfernen Sie Verblühtes und Samenstände ständig – nur so kommen immer wieder neue Knospen nach.

Überwinterung: Schneiden Sie die Pflanze im Herbst vor dem Einsetzen der ersten Nachtfröste eine Handbreit über dem Boden ab. Späte Blüten und Knospen zieren Ihre Wohnung noch einige Zeit in der Vase. Graben Sie die Knollen vorsichtig aus und entfernen Sie lockere Erde. Nun lassen Sie die Wurzelstöcke trocknen. Lagern Sie die Knollen am besten trocken in Sand oder Sägemehl in einem frostfreien, kühlen und trockenen Raum.

Die Dahlie hat viele Verehrer

Im August und im September schmücken mehrere holländische Gemeinden mit tausenden Dahlienblüten kunstvolle Wagen und veranstalten einen Dahlienkorso – die Termine und Links zu diesen farbenprächtigen Veranstaltungen finden Sie im Anschluss, sie sind auf jeden Fall eine kurze Reise wert.

Gezüchtet wird nicht nur in Holland, wo die Dahlie besser unter dem alten Namen „Georgine“ bekannt ist, auch dem österreichischer Züchter Gerhard Wirth haben seine Neuzüchtungen zu internationaler Bekanntheit verholfen. Sein Garten steht in all seiner Pracht den Besuchern von 1. September bis Anfang Oktober offen.