Wussten Sie, dass die meisten Menschen die Farbe Blau als die schönste empfinden? Kein Wunder also, dass viele sich wünschen, ihre Lieblingsfarbe auch im Garten so oft wie möglich zu verwenden. Nur leider ist das gar nicht so leicht, wie man meinen sollte. Reines Blau kommt in der Pflanzenwelt nur sehr selten vor.
Davon hat Pantone® sich allerdings nicht abhalten lassen, denn als Trendfarbe des Jahres 2020 wurde „Classic Blue“ gewählt.

Aus der Zeit der Romantik kennen wir Novalis’ Sehnsucht nach der „Blauen Blume“.

In der Symbolik steht Blau für Frische, Kälte, Klarheit, Weite, Objektivität, Neutralität, Sehnsucht, Souveränität, Stärke, Verlässlichkeit und Vertrauen.

Meist finden wir bei als blau beschriebenen Blüten einen gewissen Rotanteil, näher betrachtet sind die Blüten eher violett oder ultramarin.

Das zeitlose und beständige PANTONE 19-4052 Classic Blue überzeugt mit schlichter Eleganz. PANTONE 19-4052 Classic Blue erinnert, beruhigend und nachdenklich stimmend, an den Abendhimmel – Ausdruck unserer Sehnsucht nach einer verlässlichen und sicheren Basis, auf die wir an der Schwelle zu einer neuen Ära aufbauen können.“, informiert Pantone auf seiner Website über die aktuelle Farbwahl.

Der Mensch empfindet Blautöne als beruhigend, daher vermittelt uns die Trendfarbe „Classic Blue“ ein willkommenes Gefühl von Ruhe, Harmonie und Geborgenheit.

PANTONE 19-4052 Classic Blue fördert eine konzentrierte und klare Denkweise, die uns Gedanken besser ordnen und strukturieren lässt. Gleichzeitig verbinden wir mit diesem Blauton auch Optimismus und Lebensfreude.

Zugegeben: In den vergangenen Jahren hat Pantone® es Gärtnern und Floristen leichter gemacht, die Trendfarbe des Jahres in florale Arrangements einfließen zu lassen. Der Start in das neue Jahrzehnt wird von der eleganten Farbe „Classic Blue“ begleitet.

In der heimischen Blumenwelt finden wir den kühlen Blauton nur selten – verzichten müssen Sie trotzdem nicht auf den „Garten in Classic Blue“.
Die in diesem Beitrag beschriebenen Pflanzen zeigen die Farbe Blau in ihrer reinsten Form und lassen so Ihren Traum vom Blau im Garten Wirklichkeit werden.

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© Tama66/Pixabay.com

Stängelloser Enzian
(Gentiana acaulis)

Im Fachhandel erhalten Sie die kalkverträgliche Auslese des heimischen Frühlings-Enzians mit großen enzianblauen, trichterförmigen Blüten, die dicht über dunkelgrünen Blattrosetten stehen. Der beste Standort ist auf durchlässigen, lehmig-humosen oder steinig-lehmigen Böden in sonnigen bis absonnigen Lagen. Verwenden Sie die Pflanzen beispielsweise im Steingarten.

Blauer Tibetmohn
(Meconopsis ×sheldonii ‘Lingholm’)

Der leuchtend blau blühende Scheinmohn ist ein seltener Pflanzenschatz für Ihren Schattengarten. Seine oft nickenden Blüten bezaubern uns von Juni bis Juli. Der ursprünglich aus Tibet stammende blaue Scheinmohn ist eine Pflanze für erfahrene Staudenfreunde. Er stellt hohe Ansprüche an den Standort, liebt kühle und luftfeuchte Stellen im Garten und reagiert sehr empfindlich auf Hitze. Für eine gute Entwicklung benötigt der Tibetmohn einen humosen, kalkfreien Boden, der im Sommer nicht austrocknet – solch einen Platz finden wir beispielsweise im Rhododendronbeet. In den Wintermonaten reagiert er sehr empfindlich auf Nässe, weshalb der Boden locker und durchlässig sein sollte. Versorgen Sie ihn während der Wachstumsund Blütezeit gut mit Rhododendrondünger.

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Bleiwurz
(Ceratostigma plumbaginoides)

Die aus dem Himalaja stammende Bleiwurz treibt spät aus und eignet sich daher hervorragend als Teppich für Zwiebelblumen. Der wertvolle, ausläufertreibende Bodendecker eignet sich für sonnige, trockene Lagen. Verwenden Sie ihn im Steingarten, am Fuß von Trockenmauern oder am sonnigen Gehölzrand. Die kleinen azurblauen Blüten zeigen sich von August bis zum Frost, gemeinsam mit einer attraktiven roten Herbstfärbung bieten sie saisonale Highlights. Der ideale Standort ist durchlässig, eher nährstoffarm, kalkhaltig, warm. Für die wärmebedürftige Pflanze ist Frühjahrspflanzung ratsam,zu Beginn ist etwas Winterschutz empfehlenswert.

Rittersporn
(Delphinium-Cultivars)

Von Hell- bis zu intensivem Ultramarinblau faszinieren die aktuellen Ritterspornsorten der Belladonna– und Elatum-Gruppen. Neue Züchtungen werden nach Standfestigkeit und Blütenreichtum ausgewählt, aber auch alte, bewährte Sorten sind in Haus- und Bauerngärten oft schon seit Jahrzehnten vertreten und sollten weitervermehrt werden. Wir schätzen Gartenformen mit zahlreichen, grazil verzweigten Blütenständen. Um eine zweite Blüte im Herbst anzuregen, schneiden Sie die Pflanze kurz nach der Hauptblüte knapp über dem Boden ab.
Für eine optimale Entwicklung sind regelmäßige Düngergaben im März und – nach dem Rückschnitt – Ende Juni vorteilhaft.Schatten von Gehölzen. Sie breitet sich durch Ausläufer aus, ohne zu wuchern.

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Blauer Lerchensporn
(Corydalis-Cultivars ‘Spinners’, ‘Blue Dream’)

Die attraktiven Lerchenspornsorten mit indigoblauer Blüte von Mai bis Juni zeichnen sich auch aufgrund ihrer Wüchsigkeit und Robustheit aus. Die Blüten von ‘Spinners’ duften zudem zart nach Bittermandel. Die Art liebt humose Böden im kühlen, luftfeuchten

Kronenanemone (Anemone coronaria)

Diese Anemonenart ist schon seit Langem als Schnittblume bekannt und beliebt. Sie harmoniert in Frühlingssträußen ausgezeichnet mit Tulpen, Narzissen, Mimosen und duftendem Ginster.
Pflanzen Sie Anemonen im Frühjahr in lockeren, durchlässigen Boden. Die knolligen Speicherorgane reagieren auf Staunässe empfindlich. Schneiden Sie die Blätter nach der Blüte nicht ab. Die Knollen sind nicht frosthart, werden also spätestens im Herbst wieder ausgegraben und frostfrei überwintert. Für die Lagerung entfernen Sie dann auch die oberirdischen Teile.