Das Wichtigste vorweg: Für jeden Balkonstandort – sei er schattig oder sonnig – gibt es die passende Bepflanzung. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Gärtner beraten. Der Fachmann kennt die regionalen klimatischen Gegebenheiten und stellt eine erfolgversprechende Kombination für Sie zusammen. Sie können auch die Bepflanzung dem Fachmann überlassen.

Nahezu jeder Gärtner bietet an, die Kästen nach einer eingehenden Beratung und Pflanzenauswahl professionell zu bepflanzen, zuzustellen oder zu montieren. Auch die Sicherung ist sehr wichtig – dafür gibt es spezielle Halterungen.
Wenn Sie diese Aufgaben lieber selbst übernehmen wollen, geben wir Ihnen hier ein paar Tipps mit auf den Weg …

SurfinienErker © Meister.Photos

Auswahl und Vorbereitung des Gefäßes

  • Viele Vermieter verlangen, dass Balkonkästen auf der Innenseite des Balkongitters aufgehängt und gut gesichert/befestigt werden. Erkundigen Sie sich über diese Vorgaben.
  • Für welches Material auch immer Sie sich entscheiden: die Kästen sollen witterungs-, kälte- und UV-beständig sein.
  • Je größer das Volumen des Kastens ist bzw. je mehr Balkonblumenerde darin Platz findet, umso geringer ist die Gefahr von Trockenschäden an heißen Sommertagen.
  • Dunkle Gefäße erwärmen sich bei direkter Sonneneinstrahlung stärker als helle. Es kann dabei sogar zu Verbrennungsschäden an den Wurzeln kommen. Wählen Sie für einen Südbalkon helle Gefäße.
  • Bewässerungshilfen, Kästen mit Wasserreservoir oder ein automatisches Bewässerungssystem schützen Ihre Pflanzen im Sommer und während des Urlaubs.

Kunststoffkästen

Neuere Modelle sehen den beliebten Terrakotta-Kästen zum Verwechseln ähnlich, sind aber bedeutend leichter. Überzeugen Sie sich davon, dass der Balkonkasten Wasserabzugslöcher hat (außer Gefäße mit Wasserspeicher). Neue Kunststoffkästen haben Aussparungen an der Unterseite, die Sie vor der Bepflanzung vorsichtig durchstoßen müssen. Decken Sie die Löcher innen beispielsweise mit Tontopfscherben ab, um ein Verstopfen und das Ausschwemmen der Erde zu verhindern.

Falls Sie sich nicht täglich um Ihre Balkonblumen kümmern können, sollte Ihre Wahl auf Kästen mit Wasserreservoir fallen. Sie lassen sich einfach durch einen Ansaugkegel mit Wasser befüllen und geben die Feuchtigkeit über einen Zeitraum von mehreren Tag an das Substrat ab. Dadurch können Sie auch im Sommer beruhigt übers Wochenende wegfahren, ohne Nachbarn mit dem Gießen zu beauftragen. Kalkulieren Sie mit ein, dass diese Kästen größer als jene ohne Wasserspeicher-Funktion sind.

Kräuter-Kästen © Meister.Photos

Ton- und Terrakotta-Gefäße

Diese Klassiker sind nahezu ideal. Sie wirken natürlich und sind atmungsaktiv – das schützt den Wurzelraum bis zu einem gewissen Grad vor Überhitzung. Allerdings entzieht das poröse, trockene Material dem Substrat Wasser. Um das zu verhindern, sollten Sie die Gefäße vor der Bepflanzung 1–2 Tage in Wasser tauchen (Badewanne, Planschbecken, Regentonne).

Dadurch werden eventuell vorhandene Schadstoffe ausgewaschen und die porösen Gefäße können sich vollsaugen. Kalkulieren Sie schon beim Kauf ein, dass sich das Gesamtgewicht bei Ton-/Terrakottagefäßen dadurch erhöht.
Terrakotta-Gefäße sind ideal für trockenheitsverträgliche Kräuter-Kästen geeignet.

Wiederverwendung alter Gefäße

Während einer Gartensaison bilden sich Ablagerungen aus Algen, Nährsalzen und Kalk.

Reinigen Sie die Gefäße innen und außen gründlich mit einer groben Haushalts-/Wurzelbürste und heißer Schmierseifenlösung.

Kalkreste lassen sich mit einer umwelt- und pflanzenverträglichen Lösung entfernen. Mischen Sie Essig und Wasser im Verhältnis 2:1 und geben Sie eine Handvoll grobes Salz auf jeweils 3 l der Lösung. Tragen Sie die Lösung auf und lassen Sie sie einwirken, anschließend mit klarem Wasser abspülen.