Schon wieder! Die herzlosen Gärtner: Diesmal reißen sie den Tomaten die Seitentriebe weg. Einfach unmöglich, oder? „Ausgeizen“ heißt die Pflegearbeit – aber warum tun wir das?

Ausgeizen © GartenAkademie

Von wegen. Denn Profis und erfahrene Hobbygärtner wissen, dass die Tomaten größer werden, wenn die Pflanze sich auf ihren Haupttrieb „konzentrieren” kann. Sie bildet darauf genau die richtige Anzahl von Blütenrispen, um die entstehenden Früchte auch optimal versorgen zu können. Dabei hilft der Gärtner ihr also und entfernt alle unnötigen Seitentriebe möglichst früh – sie sollten dabei nicht länger als 10 cm sein. Zu dem Zeitpunkt hat die Pflanze noch nicht viel Energie in deren Wachstum investiert und auch unweigerlich beim Ausgeizen entstehende Wunden können verschmerzt werden. Nützen Sie zum Ausgeizen warmes, trockenes Wetter, so verschließen die Wunden rasch, bevor Krankheitserreger eindringen können.

Vor dem Ausgeizen sollten Sie sich über die Wuchseigenschaften der Tomatensorte informieren. Es gibt neben den „Stangentomaten” auch buschförmig wachsende Pflanzen, die nicht ausgegeizt werden müssen. Dazu gehören die Sorten ‘Kremser Perle’ (buschförmige, kleinfruchtige Salattomate), ‘Roma VF’,  ‘Black Pear’, ‘Lime Green’ … Buschtomaten sind in Topf- oder Kübelkultur für Balkon, Terrasse und City-Gärten bestens geeignet.